Amsterdam!

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Ok, ok – ich weiß. Dieser Blog heißt „Deutsche Dinge“ und es ist nicht so unangemessen wenn man von meinem Blog Geschichten über Deutschland erwartet. Diese Woche schreibe ich jedoch einen Artikel über einen anderen Ort, aber jetzt bleibe ich eine Zeitlang in Landau, also wird es in dem Artikel nächste Woche um etwas richtig Deutsches gehen. Studieren in Deutschland hat den Vorteil, dass man nach vielen verschiedenen Orten reisen kann, weil Deutschland ganz zentral in Europa liegt. Also werde ich auch ein bisschen über Reisen in Deutschland sagen. Letztes Wochenende bin ich nach Amsterdam gereist um ein Paar Freunde zu besuchen. Eine gute Freundin von mir aus Pitzer hat das ganze letzte Jahr in Amsterdam studiert, also habe ich in ihrer Wohnung gewohnt. Ein anderer Freund aus Pitzer wohnt auch in Amsterdam (er ist da aufgewachsen) und vier weitere Freunde aus Pitzer haben bei ihm für ein Paar Tage gewohnt (zwei von diesen Jungen studieren in Deutschland mit mir und zwei haben kürzlich ein Studium in Italien abgeschlossen.) Es hat echt so viel Spaß gemacht einen neuen Ort mit alten Freunden zu erkunden.

Ok, zuerst – lass mich von Reiseverbindung erzählen. Sie sind nicht so leicht wie ich gedacht habe. Wenn man im Amerika sitzt und über Europa nachdenkt, scheint es, dass Deutschland so nahe an der Niederlande ist. Wie Deutsche oft überrascht sind, wenn man erzählt, wie schwer es ist, zum Beispiel, von Los Angeles nach New York zu reisen, war ich ein bisschen desillusioniert über das Reisen in Europa. Es wäre irreführend, wenn ich sagte, dass ich mit dem Zug gefahren bin… weil ich mit sechs Zügen gefahren bin. Zugkarten sind eigentlich sehr teuer (besonders wenn man zwischen Ländern reisen möchte) und ich wollte die billigste Karte kaufen. Diese war natürlich die Karte mit fünf Verbindungen. Während der Anfahrt war die Reise nicht so schlimm weil ich ein paar geile Städte gesehen habe. Landau ist ganz klein, also wenn man mit dem Zug reist, muss man immer zuerst nach einem größeren Bahnhof fahren (normalerweise Mannheim oder Karlsruhe.) Ich bin von Landau nach Neustadt gefahren und dann von Neustadt nach Mannheim. Von Mannheim bin ich mit einem Zug nach Düsseldorf gefahren. Diese Fahrt hat drei Stunden oder so gedauert, aber war unglaublich schön. Wir sind am Rhein entlanggefahren; da habe ich schöne Dörfer mit grünen Hügeln und Bergen gesehen, wie Koblenz und Mainz. Später sind wir durch Köln gefahren, wo ich den Kölner Dom klar sehen konnte. Von Düsseldorf bin ich mit einem Hochgeschwindigkeitszug nach Venlo gefahren – eine Stadt direkt an der niederländischen Grenze. Von Venlo fuhr ich nach Eindhoven und endlich nach Amsterdam. Die ganze Reise hat bald acht Stunden gedauert. (Die Rückfahrt war viel schlimmer; drei Züge hatten Probleme und Verspätungen und ich dachte dass ich im Bahnhof übernachten musste… aber dies ist eine andere Geschichte.)

Amsterdam hat mir sehr gut gefallen; es hat mich mehr an Seattle (wo ich aufgewachsen bin) erinnert als jede Stadt die ich vorher besucht habe. Die Meisten wissen, dass Amsterdam ein anrüchiges Rotlichtviertel mit einer großen Partyszene hat und das ist natürlich wahr, aber ich habe auch eine mehr authentische Seite Amsterdams gesehen.   Die Stadt ist sehr schick; künstlerische Cafés liegen überall, alte Gebäude haben sich in neue Bars verwandelt, und es gibt zahllose Geschäfte für altmodische Kleider. Amsterdam ist ein Ort für die Musik und die Kunst und auch für die Familie. Ich habe Eltern mit ihren Kindern gesehen und sie haben alle so fröhlich geschienen.

 Am ersten Abend bin ich mit Freunden mit einer Fähre nach Nordamsterdam gefahren. Nordamsterdam ist ein industrieller Stadtteil. Wir sind ins Restaurant gegangen, das vorher ein großer Versandcontainer war. Während unseres Abendessens hat ein Geschichtenerzähler auf einer kleinen Bühne Geschichten vorgeführt. Das Restaurant war voller Paare und Freunde, die alle sehr schick und interessant ausgesehen haben, egal ob sie alt oder jung waren. Den nächsten Tag bin ich früh aufgewacht um Museen zu sehen. Ich habe das Anne Frank Haus und das Van Gogh Museum besucht. Ich habe das Tagesbuch der Anne Frank ein paar Mal gelesen, also habe ich die Geschichte schon gekannt. Sie ist natürlich tragisch, aber im Ernst war ich ein bisschen überrascht wie ergreifend es war eigentlich in das Haus zu gehen. Das Museum ist echt die Ehrung eines Vaters an seine Tochter und es gibt so viele kraftvolle Aussagen über Liebe und Familie und Freunde; das war unsäglich bewegend. Das Van Gogh Museum war auch natürlich toll. In Amsterdam habe ich schönes, schönes Abendrot gesehen und ich konnte mir vorstellen woraus Van Gogh Inspiration bekommen hat. Das Essen in Amsterdam war auch sehr toll; ich habe leckeres indonesisches Essen, libanesisches Essen, und natürlich niederländische Pfannkuchen gegessen. Der ganze Besuch der Stadt war toll und es würde mich sehr freuen, wenn ich irgendwann zurückkehren kann.

                                                                                                 

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