Urlaub in München

Während der Osterferien bin ich mit zwei Freuden zum ersten Mal nach München gereist. München liegt in Bayern. Viele Amerikaner denken an Bayern, wenn sie an Deutschland denken. Typisch für Bayern sind die Lederhosen, die Dirndl, die Brezeln und die großen Biergärten, wo Weißbier in Bierkrügen serviert wird. Aus diesen Gründen ist München natürlich eine Touristenhochburg, aber diese Stadt hat auch viel zu bieten. Es gibt schöne geschichtliche Sehenswürdigkeiten, wie das Residenzmuseum, viele Kirchen, Marienplatz, den englischen Garten, und Schloss Nymphenburg. Es gibt auch einen Markt, der Viktualienmarkt heißt, wo man frische Naturprodukte, leckeres Essen, Blumen, und einige Andenken kaufen kann. Hofbräuhaus München ist eine der größten und ältesten Brauereien der Welt und es ist entsprechend populär. Wir sind viel in der Stadt herumgewandert, haben viel bayerisches Essen probiert und allgemein haben wir uns fantastisch amüsiert. Meine Freunde und ich haben zum ersten Mal „couch surfing“ gemacht. Wenn man „couch surfing“ macht, postet man auf der „couch surfing“ Webseite, wo man übernachten möchte und dann bekommt man Angebote von Gastgebern. Wir haben in einem Haus bei vielen deutschen Studenten gewohnt. Sie waren alle sehr nett und interessant, und es war eine besondere Chance mein Deutsch ein bisschen zu üben und etwas über die Kultur der Stadt München zu lernen. Um ihnen zu danken, habe ich Brownies gebacken, weil sie so typisch amerikanisch sind. Die ganze Erfahrung war echt geil. München war ganz schön und hat viel Spaß gemacht, aber ich will hauptsächlich etwas anders diesem Artikel diskutieren.

München hat auch eine dunkle Seite. München liegt direkt in der Nähe von Dachau, einer Stadt, wo ein großes Konzentrationslager war. Dachau ist für mich besonders wichtig, weil ein paar meiner Familienangehörigen in Dachau eingesperrtwaren. Wir sind an einem grauen, kalten, regnerischen Tag mit der Bahn nach Dachau gefahren. Die Erfahrung bei Dachau war natürlich sehr traurig, aber ich habe sie auch so gewaltig und bewegend empfunden. 

Vielleicht ist es ein bisschen unantastbar zu sagen, aber die Leute fragen mich oft, ob es schwer ist, eine Jüdin in Deutschland zu sein. Nur mein Vater ist Jude. Die Familie von meiner Mutter ist christlich und kommt aus vielen westlichen europäischen Ländern samt Deutschland. (Einige ihrer Verwandten waren Hugenotten und als die Hugenotten im 18. Jahrhundert in Frankreich verfolgt wurden, hat Deutschland sie beschützt. Ich habe diese Tatsache immer interessant gefunden.) Also ich bin etwas gemischt, aber ich habe ja ein jüdisches Erbe. Diese Frage ist lustig. Ich habe so gut wie nichts über den Holocaust im Gymnasium gelernt… jedenfalls nicht in den Geschichtskursen. Die Nazis und der Holocaust wurden immer mehr in meinen Deutschkursen diskutiert. In Deutschkursen haben wir über die Nazis geredet und auch über Neonazis und moderne Einstellungen zu dem zweiten Weltkrieg. Eine von meinen Deutschlehrerinnen war eigentlich in einem Konzentrationslager geboren, weil sie polnisch war. Es scheint, dass es sehr wichtig für die Deutschen ist, sich an diese Geschichte zu erinnern und über den zweiten Weltkrieg zu lernen. Ich denke, dass die Menschen manchmal vergessen, wie viele Leute von diesen schwierigen Erfahrungen beeinflusst worden sind. Die Behandlung der jüdischen Menschen in Dachau war am schlimmsten, aber es gab dort auch viele Zigeuner, Schwule, Polen, politische Feinde, Pfarrer, und viele andere Menschen. Manche Gefangenen waren sogar deutsch. Ich denke dass es so wichtig war, zu sehen, wie viele Menschen sich die Zeit nehmen, Dachau zu sehen. Es gibt Touristen aus Amerika, Asien und ganz Europa. Viele deutsche Eltern nehmen ihre Kinder mit und erklären ihnen geduldig, was in Dachau passiert ist. Die Gedenkstätte war überfüllt, auch an diesem kalten und stürmischen Tag, als es nicht angenehm war, draußen zu sein. Nachdem ich Dachau besucht hatte, hat meine Mutter mich gefragt, ob es schwer für mich war, da zu sein. Nein, es war nicht schwer. Traurig, ja, aber schwer, nein. Es wäre schwer gewesen, wenn niemand anderes da gewesen wäre; wenn das Lager nicht eine große Gedenkstätte wäre; wenn das Gefühl der Absage und der Scham nicht so fühlbar wäre. Aber Deutschland strengt sich an, sich an diese furchtbaren Erfahrungen immer zu erinnern und ich finde das sehr wichtig.

Ich habe viel über Dachau gesprochen, aber ich muss betonen, dass München sehr toll war und ich mich da sehr gut unterhalten habe. Hier gibt es ein Paar Fotos, um diesen Artikel mit etwas Positivem abzuschließen.

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München!

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ein Fenster in der Frauenkirch

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Lederhosen für die Babys

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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ein Pizza, die unserem Gastgeber freundlich für uns gemacht hat.

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Der Döner ist das beste deutsche Fast Food; Er ist türkisch, aber ist überall hier verkauf

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